Fuerteventura

Auszeit: Fuerteventura

Tschüss Miesepeter-Mai – hasta la vista! Outdoor-Autor goes Fuerteventura: Sieben Tage Sonne, Strand, Vulkane und Meer.

Ganz genau, ich hab’s getan: Ich habe Mainfranken den Rücken gekehrt und mich ganz spontan und ganz allein auf die Kanareninsel Fuerteventura verdrückt. Und ich muss sagen, es hat sich schon jetzt mehr als gelohnt. Dass Lanzarote und Teneriffa toll sind, das wusste ich bereits. Dass aber auch Fuerteventura neben genialen Bade- und Surfstränden so einige Naturschätze zu bieten hat, habe ich bisher immer angezweifelt. Das war ein großer Fehler, wie ich jetzt feststellen muss, denn die Insel ist wirklich wunderschön.


 

Mit dem Fahrrad von Betancuria nach Ajuy

Einen Tag nach meiner Ankunft mache ich eine einfache geführte Mountainbike-Tour mit Schnixx Bike in Morro Jable (Update: gibt es mittlerweile leider nicht mehr) – eine hervorragende Wahl, wie sich während der Tour herausstellt. Paule, unser supernetter, sehr sympathischer Guide, holt mich und drei weitere Tourteilnehmer um 9 Uhr am Hotel ab und fährt uns und die Fahrräder zum Bergdorf Betancuria, ehemals Hauptstadt der Insel.

Von dort starten wir erst mal bergab Richtung Süden und machen den ersten Stopp an der Ermita de la Virgen de la Peña. In dieser Kirche befindet sich eine kleine weiße Statue: die Schutzpatronin von Fuerteventura. Um sie ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden, die uns Paule kurzweilig näherbringt.

Weiter geht es bergan zum ersten Aussichtspunkt, von wo aus wir einen herrlichen Ausblick auf den Stausee mit der umgebenden grünen Vegetation unterhalb von Vega de Rio Palmas haben. Im Tal darunter lässt es sich auch wunderbar wandern, doch das muss bis zum nächsten Urlaub warten.

Ein weiterer Anstieg führt uns zum Mirador del Risco de las Peñas, der uns einen atemberaubend schönen Panoramablick auf die Berge und das Meer gewährt. Es sind nur wenige Autos auf den engen Bergsträßchen unterwegs, was die ganze Tour noch schöner macht.

Nun fahren wir wieder gemütlich bergab nach Pájara, einem niedlichen Städtchen mit einem Eselsbrunnen und einer architektonisch reizvollen Kirche.

Von Pájara aus machen wir uns auf Richtung Ajuy, einem abgelegenen Fischerdorf an der schroffen Westküste. Hier lohnt sich nicht nur ein Café Especial bei Pedro, sondern auch ein Blick auf die Piratenhöhlen.

Auf dem letzten Stück unserer Tour haben wir einen grandiosen Ausblick auf die Westküste mit ihren Sanddünen und Vulkanen.


 

Katamaran-Fahrt vor der Jandía-Halbinsel

Am Sonntag entscheide ich mich für eine Katamaran-Fahrt auf der La Santa Maria. Mit neun anderen Gästen und den zwei Kapitänen Andrea und Juan starten wir vom Hafen in Morro Jable auf eine vierstündige Katamaran-Tour. Wir sind kaum 15 Minuten unterwegs, da taucht eine riesige Schule Delfine auf – Juan meint, das seien ca. 100 Tiere! Ein unglaubliches Spektakel: Wie Sardinen springen sie aus dem Wasser und wuseln eng gedrängt nebeneinander her. Ein Foto gibt es hiervon leider nicht, da ich in diesem Moment auf dem schwankenden kleinen Katamaran mit Staunen und Festhalten beschäftigt bin. Hier ein paar andere schöne Impressionen der Tour:

Wanderung „Wüste, Strand und Berge“

Ausgerechnet an dem sehr sonnigen, windstillen und warmen Montag breche ich mit Wolfgang von Time for Nature und einer anderen Touristin zu der geführten Wanderung „Wüste, Strand und Berge“ auf. Die Tour führt uns vor atemberaubend schöner Kulisse an der einsamen Westküste entlang.

Im Laufe der Tour stellt sich heraus, dass die Wanderung doch schwieriger ist als gedacht. Nicht konditionell gesehen, sondern technisch. Auf sehr schmalen und mit Geröll bedeckten Pfaden geht es am Abgrund entlang, rechts unterhalb des Weges nichts weiter als die tosende Brandung. Immer wieder sind auch sehr steile Passagen dabei, die für mich ohne Wanderstöcke nicht zu bewältigen wären.

Auch wenn die Tour wunderschön ist und zu einem traumhaften Strand in völliger Einsamkeit führt: Ich würde sie niemandem empfehlen, der nicht regelmäßig im Gebirge unterwegs ist.


Nach der Action der letzten Tage möchte ich jetzt nur noch eines: mich entspannen. Also verbringe ich die verbleibenden beiden Tage am Playa de Jandía, der sich kilometerweit vor meinem Hotel erstreckt. Baden im türkisblauen, glasklaren, 20 Grad warmen Meer – einfach herrlich! Eines weiß ich jetzt schon: Ich komme wieder.

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