Biotop Garstädter Seen

Im Vogelschutzgebiet Garstädter Seen durchbricht nur das Schnattern der Gänse und Quaken der Frösche die himmlische Ruhe.

Startpunkt: Parkplatz am Vogelschutzgebiet (bitte nur hier parken)
Anspruch: kurzer, einfacher, flacher Rundweg
Landschaft: Biotop mit Seen, Wiesen, Wald
Wege: hauptsächlich Wald- und Wiesenwege, Fahrräder sind nicht erlaubt
Rast: Aussichtsturm

Alle meine Tourdaten und Fotos auf dem Outdoor-Portal komoot ansehen:

Das Vogelschutzgebiet Garstädter Seen steht schon lange auf meiner Outdoor-Liste. Ein kleines Naturidyll und Vogelparadies inmitten einer Seengruppe soll es sein, das direkt am Main zwischen Schweinfurt und Volkach liegt – gar nicht so weit von mir entfernt. Also schnüren wir an diesem fantastischen Frühlingssommertag unsere Wanderschuhe und machen uns auf den Weg zum sagenumwobenen Biotop.

Hier schon mal eine kleine Vorschau (Ton an!):

Zum Parkplatz Garstädter Seen: Anfahrt über Heidenfeld

Die Zufahrt zum Vogelschutzgebiet Garstädter Seen ist über Heidenfeld möglich. Von der Landstraße aus biegen wir in einen schmalen Flurbereinigungsweg ein, der uns direkt zu einem ausgewiesenen Parkplatz führt. Du solltest dein Auto ausschließlich dort abstellen und nicht weiterfahren, um die Tiere im Naturschutzgebiet nicht zu stören.

Am Parkplatz selbst sieht das Vogelschutzgebiet noch gar nicht nach Naturparadies aus. Rundherum sind nur Felder, Büsche und Bäume zu sehen. Wir beschließen, dem Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu folgen. Jetzt weiß ich: Wenn du im Uhrzeigersinn wanderst, hast du schneller ein Aha-Erlebnis. Denn der Aussichtsturm mit Blick auf den wunderschönen Wendtsee liegt nur wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernt in südwestlicher Richtung.

Wir hingegen spazieren zunächst auf einem breiten Weg am oberen Lackensee vorbei, hinter dem sich die Türme des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld auftun. Das ist leider immer der Nachteil an einem Ausflug in dieser Gegend: Irgendwie hat man diese zwei hässlichen Wahrzeichen immer im Blick. Von Idyll ist an dieser Stelle also noch wenig zu sehen.

Durch Wald am Main entlang

Doch keine Bange: Schon wenige Meter später geht es endlich los mit dem schönen Teil des Vogeschutzgebiets Garstädter Seen. An der Wegetafel biegen wir links in einen unbefestigten Pfad ein, der schon bald in ein kleines Waldstück mündet und uns Richtung Main führt. Während wir zwischen den Bäumen hindurch und am Main entlangspazieren, erhaschen wir nur ab und zu einen kleinen Blick auf den angrenzenden See. Das Geschnatter der Vögel ist hier jedoch schon deutlich zu hören.

Erst als uns ein markierter Wiesenweg an einer weiten Aue entlangführt (in Mainfranken übrigens ein sehr seltener Anblick), gibt der See mehr von sich preis. Und erst an dieser Stelle wird mir so richtig klar, was mit Vogelparadies gemeint ist: Der gesamte See lebt! Schwäne, Wildgänse, Enten, Blässhühner und unzählige weitere Vogelarten, die ich nicht zu benennen vermag, tummeln sich dort. Der abwechslungsreiche Lebensraum mit schilfumsäumten Uferbereichen, Inseln, Steilufern sowie Tief- und Flachwasserzonen lockt jedes Jahr tausende Wasservögel an. Sie scheinen ganz genau zu wissen, dass dieser Platz für sie und nur für sie geschaffen wurde. Herrlich!

Highlight und Abschluss unserer Tour ist der bereits zu Beginn des Artikels erwähnte Aussichtsturm, von dem wir einen grandiosen Auslick auf den Wendtsee haben. Hier lohnt es sich, einfach mal zehn Minuten innezuhalten und die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Für Vogelkundler und Naturfotografen ist dieser Spot sowieso ideal.

Aussichtsturm Wendtsee

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Fazit:

Wenn du einfach mal abschalten und ein ganz besonderes Fleckchen unberührte Natur in Mainfranken genießen möchtest, bist du im Vogelschutzgebiet Garstädter Seen genau richtig. Der einfache Rundweg ist für jedermann geeignet und bietet mit dem Aussichtsturm ein echtes Highlight.

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