TraumRunde Prichsenstadt

TraumRunde Prichsenstadt

Abschalten, durchatmen und auftanken im Ilmbacher Wald – das ist auf der TraumRunde Prichsenstadt Programm.

Startpunkt: Wanderparkplatz oberhalb von Gräfenneuses
Anspruch: relativ einfach, ein steiler Abschnitt
Wege: Forstwege, naturbelassene Wald- und Wiesenwege
Rast: Rastplatz Weißes Kreuz oder Glösberg

Alle meine Tourdaten und Fotos auf dem Outdoor-Portal komoot ansehen:

Viel, viel zu lange ist es her, dass ich dir auf meinem Blog neue Outdoor-Autor-Touren vorgestellt habe. Aber wie das eben manchmal so ist im Leben: Private und berufliche Projekte schlucken häufig so viel Zeit, dass Hobbys gerne mal den Kürzeren ziehen. Dabei habe ich die wunderschöne TraumRunde Prichsenstadt bereits seit über einem Jahr in der Pipeline und möchte dir dieses traumhafte Naturerlebnis jetzt nicht weiter vorenthalten.

Schnurgerade von Gräfenneuses Richtung Ilmbach

Wie du im TraumRunde-Geiselwind-Artikel vielleicht bereits gelesen hast, haben wir die TraumRunde Prichsenstadt und die TraumRunde Geiselwind an einem Tag gemacht. Deshalb startet meine Variante nicht am offiziellen Startpunkt im Ortsteil Ilmbach, sondern an einem Wanderparkplatz oberhalb von Gräfenneuses. Hier kreuzen sich beide TraumRunden und führen ein Stück auf demselben Weg entlang.

Vom Wanderparkplatz aus schlendern wir zunächst gemütlich auf einem asphaltierten Abschnitt Richtung Ilmbach. Schon bald führt dich die Route in den Ilmbacher Wald hinein und verläuft nun einen Kilometer lang parallel zum sogenannten Saugraben. Dieser Abschnitt ist zugegebenermaßen erst einmal weniger reizvoll, da es lange Zeit einfach nur geradeaus geht und uns auf dem breiten, geschotterten Forstweg ein wenig die Abwechslung fehlt. Doch das ändert sich schon bald.

Auf sanften Wald- und Wiesenwegen zum Weißen Kreuz

Kurz vor Ilmbach biegen wir rechts in einen schmalen und zum Zeitpunkt unserer Tour relativ zugewachsenen Singletrail ein.

Hier tauchen wir nun ganz in den Wald ein und wandeln auf den Spuren der Mönche des ehemaligen Kartäuserklosters Ilmbach. Sie sollen bereits im 15. Jahrhundert das Waldbaden für sich entdeckt und die Ruhe und Spiritualität dieses stillen Ortes zur Meditation genutzt haben. Heute steht an der Stelle der Kartause das Jagdschloss der Familie Schönborn und daneben das Jagdhaus Ilmbach, das in einem Biergarten leckere Speisen und Getränke anbietet.

Da wir jedoch erst wenige Kilometer zurückgelegt haben, setzen wir unseren Weg ohne Rast fort und befinden uns jetzt auf einem schattigen Wiesenweg, der uns auf ebener Strecke am Waldrand entlangführt. Ein idyllisch gelegener Weiher zieht unserer Aufmerksamkeit auf sich und lässt unser Wanderherz höher schlagen.

Doch so schön die Szenerie auch sein mag: Am Ende des Wiesenwegs solltest du unbedingt kurz aus dem Naturidyll in die Realität zurückkehren und deine Schuhe und Hosenbeine absuchen, denn Zecken gibt es leider auch hier reichlich.

Wir befinden uns nun am Fuß des Schlossbergs, auf dem bereits im 15. Jahrhundert Wein angebaut wurde. Auch heute noch ist der Hügel von Weinreben umsäumt und bietet am Weißen Kreuz einen fantastischen Ausblick auf das Prichsenstadter Umland. Auf der Rastbank machen wir ein kurzes Päuschen und genießen die fabelhafte Aussicht.

Jetzt wird’s anstrengend: Im Matsch den Hügel hinauf

Kurze Zeit später folgen wir den TraumRunde-Schildern wieder in den Wald hinein, wo uns nun ein anstrengender Aufstieg erwartet. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Sollte es – wie bei uns – kurze Zeit zuvor stark geregnet haben, verwandelt sich dieser Wegabschnitt in eine äußerst schmierige und rutschige Angelegenheit.

Bergauf ist das noch gut zu bewältigen, doch bergab ist auf dem glitschigen Untergrund erhöhte Vorsicht geboten, um nicht auszurutschen. Und so würde ich ganz allgemein sagen: Manchmal kann es durchaus ratsam sein, die Wanderrichtung einer Tour so zu wählen, dass du lieber den mühseligen Anstieg steiler Passagen auf dich nimmst als bergab ins Tal zu stolpern.

TraumRunde Prichsenstadt: Entspanntes Ende auf dem Glösberg

Oben angekommen, lässt sich die Tour wieder entspannter angehen. Wir biegen erneut in einen urigen Wanderpfad ein, den wir bereits auf der TraumRunde Geiselwind kennen und lieben gelernt haben. Er bringt uns zur Trunkhütte, die nach dem Förster Trunk benannt wurde, und kurz darauf zum Aussichtspunkt Glösberg. Hier holen wir noch einmal unsere Brotzeit aus dem Rucksack raus und lassen den fantastischen Weitblick auf uns wirken.

Nach einem kurzen Abstieg den Hügel hinab sind wir nach etwa zwei Wanderstunden wieder am Ausgangspunkt der TraumRunde Prichsenstadt angelangt. Mit einer wohligen Schwere in den Beinen verabschieden wir uns nun von Gräfenneuses und nehmen uns ganz fest vor, dem idyllischen Naturpark Steigerwald schon bald einen weiteren Besuch abzustatten.

Wie hat dir die Tour gefallen?

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